Im Rahmen der diesjährigen Vergabefeier am 20. Juni 2026 im MAXIM Theater in Zürich hat ERBPROZENT KULTUR insgesamt 75’000 Franken Fördergelder vergeben. Damit würdigte die Stiftung kulturelle Initiativen und Kulturschaffende in der ganzen Schweiz.
VERTRAUEN UND WERTSCHÄTZUNG für sieben Projekte und Initiativen
Ein Kuratorium ist für die Suche und Auswahl innerhalb der Fördergefässe «VERTRAUEN» und «WERTSCHÄTZUNG» zuständig. Diese erfolgte entlang des Jahresthemas «An wünschenswerten Zukünften arbeiten». Das Kuratorium für den Förderzyklus 2025/2026 bilden Michelle Akanji (Kulturmanagerin, Zürich), Lena Friedli (Kuratorin, Aarau), Valérie Niederoest (Kulturmanagerin und Musikerin, Lausanne) und Carmen Stadler (Autorenfilmerin, Zürich).
VERTRAUEN für drei junge Initiativen
«Go!» – mit diesem Grundgedanken und im Sinne einer Ermutigung fördert ERBPROZENT KULTUR das Centre CAªUSE, Changeover und La Gare routière mit je 9’000 Franken. Das Centre CAªUSE (Lausanne, Genf) zielt darauf ab, Künstler*innen aus den Bereichen Hip-Hop, Krump und andere in institutionellen und nicht-kommerziellen Kreisen unterrepräsentierten kulturellen und künstlerischen Praktiken zu unterstützen. Changeover (Luzern, Zürich, Basel, Bern) ist eine Netzwerk- und Unterstützungsplattform, die sich für die Chancengerechtigkeit von geschlechtlichen Minderheiten in der Veranstaltungstechnik einsetzt. La Gare routière, der in Lausanne zentral gelegene soziokulturelle Treffpunkt, fördert mit vielfältigen Aktivitäten den sozialen Dialog und bindet Menschen in prekären Lebenssituationen ein.
WERTSCHÄTZUNG für vier etablierte Institutionen und Projekte
In Anerkennung ihres langjährigen Engagements und mit dem Gedanken «Weiter so!» fördert die Stiftung vier unterschiedliche Institutionen und Projekte mit Beiträgen zwischen 6’000 und 9’000 Franken. Fimmene! (Basel), ein Gesangsensemble von zehn Frauen, setzt seine Stimmen in Kollaboration und Solidarität mit anderen ein. Froh Ussicht / Expanded Fields (Samstagern) ist ein Ausstellungsprojekt an einem besonderen Ort und ein Labor für nachhaltige Zukünfte, wo Kunst, Landwirtschaft, ökologische Praxis und soziale Lebensmodelle konsequent miteinander verknüpft werden. Der Kunstraum Les Complices* in Zürich verleiht weniger gehörten Stimmen und Positionen Resonanz und ermöglicht damit vielfältige Perspektiven auf wünschenswerte Zukünfte. Und mit dem Treffpunkt Tschüdanga in Salgesch würdigt die Stiftung einen Ort, wo Kultur nicht nur auf der Bühne entsteht, sondern im Alltag – im Garten, im Spiel, im gemeinsamen Tun und in der gegenseitigen Fürsorge.
Drei Kulturschaffende erhalten 2026 eine WAHLVERWANDTSCHAFT
Sarah Keusch (Tänzerin, Choreografin und Dozentin; Bettwil), Naira Ramos (intermediale Künstlerin und Kunstpädagogin; Bern) und Marco Mercuzio Peron (Composer, Musiker und Sounddesigner; Zürich) erhalten je 5’000 Franken zur Verfügung gestellt, um sich mit einem selbstgewählten Gegenüber im Sinne eines Mentorats auszutauschen. Mit diesen sogenannten «WAHLVERWANDSCHAFTEN» können sie die eigene Arbeit weiterentwickeln. In diesem Gefäss werden die Geförderten des vorhergehenden Jahres zu den Fördernden des darauffolgenden Jahres: Fiona Fontanive, David Jegerlehner und Marlène Pichler, die drei Geförderten 2025/2026, haben die diesjährigen Kulturschaffenden vorgeschlagen.
Für den musikalischen Rahmen der Vergabefeier sorgten David Jegerlehner, der ein Jahr zuvor mit einer Wahlverwandtschaft gefördert wurde, sowie Fimmene!
Fotos: Mario Baronchelli

































