Im Mai 2015 haben wir im Kursaal Heiden, im Rahmen der Kulturlandsgemeinde, die Stiftung ERBPROZENT KULTUR ins Leben gerufen. Zehn Jahre später sind wir am Samstag, 28. Juni 2025, mit einem Doppelanlass, dem Forum und der Vergabefeier, an den Ort des Ursprungs der Stiftung zurückgekehrt.
Das 18. Forum hat ihm Henry Dunant Museum stattgefunden und die Weichen für den Förderzyklus 2025/2026 gestellt. In der daran anschliessenden Vergabefeier im Kino Rosental hat die Stiftung in feierlichem Rahmen die Geförderten des Zyklus 2024/2025 gewürdigt, sieben Projekten und Institutionen durch eine Unterstützung VERTRAUEN und WERTSCHÄTZUNG ausgesprochen und drei Kulturschaffenden eine WAHLVERWANDTSCHAFT ermöglicht.
Forum 18: Startschuss für den nächsten Förderyzklus
25 Personen – Erbversprechende, Geförderte, Mitglieder des Kuratoriums und Interessierte – haben sich am Samstagnachmittag vor der Vergabefeier bei sommerlichem Wetter auf der Terrasse vom Museum Henry Dunant versammelt und die Weichen für das Fokusthema des Förderzyklus 2025/2026 gestellt. Reiche Anregungen dafür bildeten zwei Inputs im erstenTeil des Forums: Die beiden Leiterinnen Kaba Rössler und Nadine Schneider erzählten, wie sie das Museum im Zuge eines umfassenden Umbaus neu positioniert und zu einem interdisziplinären Ort des Dialoges entwickelt haben. Ihr Ziel dabei war, das Erbe von Henry Dunant lebendig zu behalten und seine humanistischen Werte im Kontext aktueller Realitäten zu reflektieren und weiterzudenken, damit diese auch kommende Generationen erreichen. Davide Tisato ist in Heiden aufgewachsen und heute als Filmschaffender in verschiedenen Gegenden Europas unterwegs. Er setzt sich in seinen Arbeiten mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen in ihren globalen Dimensionen auseinander. In seiner dichten Rede, bei der tiefgefrorene Erdbeeren und Oktopusse eine Rolle spielten, legte Davide Tisato seine persönlichen Gedanken zum Thema Erben und Kultur dar.
Im Anschluss an diese beiden Inputs tauschten sich die Forumsteilnehmenden in kleineren Gruppen darüber aus, an welchen Themenfeldern die Stiftung mit dem nächsten Förderzyklus andocken könnte. Die daraus resultierte Vielfalt von Ideen und Anregungen wird nun dem Kuratorium anvertraut, das sich im Herbst vertieft damit auseinandersetzen und in der Folge einen Themenfokus für den kommenden Förderzyklus festlegen wird.
Cora Meyer, Illustratorin aus Basel, hat ihre Eindrücke und Wahrnehmungen des dichten Nachmittags zeichnerisch festgehalten.